KOTZDOCHDIEWANDAN

Lasst doch mal Euer Auto stehen. So für drei, vier Wochen. Nix mit diesem autofreien Sonntag, da: Ach, was sind wir stolz und haben wieder Familien-Gefühle, weil wir EINEN Tag unsere Luxus-Karre haben stehen gelassen UND noch die Umwelt geschont… (das ich nicht lache…) TOLL!

Macht doch mal das, was für mich – und 1000e andere Normalität ist, weil Auto leisten halt nicht drin is (oder weil man/frau vielleicht auch nicht will): VERLASST EUCH AUF EURE FÜSSE ODER PEDALE ODER AM END AUF BUS UND BAHN (*kotz*).

Eigentlich komme ich klar damit, dass ich alles per pedes oder Rad oder Bus und Bahn erledige, auch wenn mir viel Zeit verloren geht (wie geht das überhaupt – wie kann man Zeit verlieren…?!) – ABER: es kotzt mich soooo an, an Haltestellen zu stehen die nicht überdacht sind – die keinen Schutz bieten vor Wind, Wetter, Schnee, Eis, Hagel, Sonne und da fahren sie zu 100en an mir vorbei – zu 80% sitzen sie alleine in ihren Stink-Kisten, machen Krach und Gestank, telefonieren während dem Fahren, schminken sich, prüfen ihr entspanntes Freitags-Fahrer-Gesicht im Spiegel und haben überhaupt keine Ahnung was für einen Luxus sie da unter ihrem Hintern spazieren fahren und was sie gerade für Aggressionen bei mir auslösen! FUCK! Ich weiß – ihr könnt ja auch nix dafür. Ihr armen Besitzenden. Ich bin ja nur neidisch… *augenroll* 

Ey, es tut mir leid – wieso sind alle so furchtbar bequem geworden? Und ich weiß, ich weiß, ich weiß… ich kenne viele mit Auto, da wäre dieses stressige Alltags-Leben ohne PKW gar nicht möglich. Kind zum Kindergarten und weiter zur Arbeit. Und wieder abholen. Und Arzt-Termin… schnellschnell… wie soll das gehen ohne? Gleitzeit – Feierabend immer so wie es passt. Schnell noch beim Aldi vorbei und heim. Die Stadt, die Gemeinde, das Land – die Arbeit… alles, alles, alles ist angepasst und abgestimmt auf PKW-Besitz. Der Straßenbau – noch schneller, noch breiter, noch mehr Platz für noch mehr Autos, XXL-Parkplätze – man, was sind wir doch bescheuert.

Als Ausrede höre ich oft, dass die Bus- und Bahn-Verbindungen so beknackt sind – da kann ich nur zustimmen. Und ich weiß wirklich seit Jahren wovon ich rede. Aber sind das nicht nur billige Ausreden? Wenn mehr Personen mit öffentlichen Töfftöffs fahren würden, wären Bus- und Bahnbetriebe vielleicht auch mal gezwungen ihren Dingsda auszubauen, anstatt Linien still zu legen oder Züge einfach nicht mehr fahren zu lassen.

So. Das Wort zum Frei-Tag – wünsch Euch was. Also schönes Wochenende und so. Ehrlich. Ich muss mich ab und zu mal auskotzen hier.

Danke für´s zuhörenlesen

 

 

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20 Gedanken zu “KOTZDOCHDIEWANDAN

  1. Wir haben Halbe/halbe gemacht… also ein Auto weggegeben…. und es geht auch!
    Man bleibt halt mehr im Ort zum Einkaufen und überlegt wohl, was in der Kinderwagentasche Platz hat…. was wiederum dazu führt, dass man weniger Überflüssiges wegschmeisst…. usw.

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  2. Ende 2013 mussten wir ohne motorisierte Fortbewegungsmittel auskommen, das hat sehr gut geklappt (damaliges Auto war ein fahrender Haufen Schrott, und dann hat sich auch noch die Kupplung verabschiedet, und der Roller hatte auch irgendwas und wollte nicht mehr fahren). Supermarkt ist um die Ecke, ich hab’s nicht weit bis zur Arbeit und Männe hat ein Jobticket, auf dem er mich am Wochenende mitnehmen kann, was sehr praktisch für Ausflüge etc. ist (dann muss auch keiner auf irgendwas verzichten, wenn man spontan was trinken möchte).
    Ganz ohne Auto geht’s aber dann doch nicht. Öffentliche Verkehrsmittel sind mir teilweise ein Graus; kann ich gar nicht wirklich erklären, es stresst mich einfach nur sehr, wenn auch nicht immer, aber oft genug. An der Arbeit kommt es oft genug vor, dass ich als „Springer“ eingesetzt werde und kurzfristig woanders zum Arbeiten hin muss, da wäre ich ohne Auto aufgeschmissen.

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    1. Heeeey…. wieso musste ich Deinen superduper Kommentar denn genehmigen? Der ist mir ganz untergegangen, ey. Und ich folge Dir, aber irgendwie bekomme ich keine Email wenn Du einen neuen Beitrag schreibst…. *schmoll*

      Öffentliche Verkehrsmittel SIND ein Graus oder eher gesagt, 70% der Menschen darinnen. Und das Warten an Haltestellen. Aber gut, dass es sie gibt. Trotz allem.

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      1. Ich weiß niiiicht 😦 Deine Kommis bei mir gehen sofort durch; aber ich bekomm‘ von niemandem Mails über neue Einträge, ich guck immer direkt in den Reader und seh dann da erst alles. Bissel verwirrend ist das alles hier immer noch *seufz* Aber besser als gar kein Blog mehr!

        Ja, ganz klar, Öffis sind gut und wichtig! Mit den Menschen geb ich dir aber auch Recht, und gerade diese 70% stressen mich echt am Meisten!

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  3. Ehrlich? Ich brauch kein Auto, hab auch keinen Führerschein. Fast 1,5 Jahre hatten wir kein Auto, es hat mir nicht gefehlt. Ab aufs Rad mit 007 und zack, einkaufen gefahren, hat sogar Spaß gemacht. Im Winter fahr ich mit der Bahn, das klappt sehr gut.

    (Haste das Päckchen bekommen? Ich habs letzte Woche losgeschickt.)

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    1. ich weiß, ich weiß – du und rad. 🙂 hängt auch viel mit der wohn-situation zusammen und der eintrag hier mit meiner stimmung der gestrigen. 😉

      (ja!!! haste meine karte bekommen, hab ich einen tag nach päckchen-erhalt abgeschickt)

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      1. Stimmt. In K-Town fahren alle paar Minuten aus allen Ecken die Bahnen überall hin, Du kriegst immer Anschluss und musst selten länger als 10 Minuten warten.

        (Ne, nicht bekommen … 😦 )

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