Notiz an mich selbst

MIR GEHTS GUT!!!

  • Ich hungere nicht
  • Ich stehe (nicht mehr) vor dem finanziellen und persönlichen Aus
  • Ich habe zwei Jobs die mir Spaß machen und in denen ich fast vollkommen frei bin
  • Ich habe einen Hund
  • Ich habe eine Katze
  • ICH HABE TIERE! EINE WOHNUNG! KANN DIE MIETE BEZAHLEN! ICH BIN REICH!
  • Ich habe eine Terrasse! Mit Tomatenpflanzen und Sofa!

Andere fliehen vor Krieg und Verzweiflung, Tod und Hölle, Gewalt und Mord. Die lassen ihr ganzes Leben zurück nur, um es zu behalten! Was will ich eigentlich?!

Hör uff zu jammern, Alte. DIE paar Nebenwirkungen der Wechseljahre… WAS hamwir nich alles schon geschafft… DAS WÄR DOCH GELACHT, sich von sowas unterkriegen zu lassen. Punkt

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These No. 2 – AUSHALTEN! …

Da wir Frauen – ich wage mal die Prognose von 80% – es gewohnt sind auszuhalten, kommt es uns in den WJ ebenso „zugute“ dies weiterhin zu tun. Weil wir uns nie oder zu wenig gewehrt haben, macht unser Körper mit uns was er will.

Beispiel: Viele Frauen werden oder wurden geschlagen, vergewaltigt, missbraucht, verdienen weniger bei gleicher Arbeit, Putzenwaschensaugenstaubenerziehenkochenkaufenein, neben Job oder auch ohne Job, ohne einen Cent dafür zu bekommen, und halten diese Situationen immer wieder und seit Jahrhunderten aus, weil … ja… weil… WARUM?!

  • Weil es immer so war?
  • Weil Wehren oft nur verschlimmert und doch nix ändert?
  • Weil wir gegen die männergemachten Gesetze machtlos sind?
  • Weil wir Frauen halt so sind?
  • Weil Aushalten uns mit in die Gene gegeben wurde?
  • Weil wir einfach zufrieden sind? (ich lach mich tot)

Und weil wir das so gewohnt sind und schon immer so tun (müssen) kommt es in den WJ quasi als Bestrafung für unsere vorheriges Dasein (*haha*) genauso über uns wie es eben immer schon war.

KANN EINE BITTE WAS DAGEGEN HALTEN? Eine Frau zum Beispiel die in den WJ ist und totaaale Probleme hat mit Hitzewallung, (Schweiss)Ausbrüchen, Depressionen, Verdauungs-Problemen und was alles dazu gehört – aber ihr Leben lang nie aushalten musste, sondern sich wehrte und aus sich raus ging? Damit diese meine These bitte widerlegt werden kann.

Danke.

WhatsApp-Geflüster von Gleichgeschädigten

„Ach, das kenne ich! Es gab Zeiten, da bin ich nur mit Handtuch an die Arbeit.

Erst blutet man jahrelang vor sich hin und dann, wenn es endlich aufhört, bricht einem der Schweiß aus…. Und so oft in Situationen, wo man es gar nicht gebrauchen kann.

Und wenn das rum ist, wird man fett und hässlich.“ 

Leut! Wenn ich über sowas wie den letzten Satz nicht mehr lachen kann bin ich entweder hübsch und alt oder in der Klapse.

! BUFF !

Es verändert sich was…. aber natürlich NICHT zum positiven… haha… wär ja auch zuuuu schön, ey.

Seit ein paar Tagen fängt es nicht mehr an mit aufgeregtem Kribbeln von unten nach oben (Anm. der Redaktion: Orgasmus-Feeling wär doch mal schön als Begleitung zum Sch(w)eissausbruch) und dem bedrohenden Angst-Gefühl, dass gleich etwas unheimlich schreckliches, furchtbares passiert – (abgesehen von dem Ausbruch dem sch(w)eißigen). Nein! Ab jetzt kommt es von jetzt auf gleich. Von jetzt auf sofort gefühlte 5 Grad Celcius plus Körper-Temperatur von innen nach außen. Keine kribbelnde innere Gänsehaut-Schon-Vorbereitungs-Frist – Nein!

!BUFF! Die Lese-Brille läuft von innen an, ich fühle mich knallrot im Gesicht und bin es auch, alles wird zu eng – die Klamotten, der Raum, die Welt, das All… Ich koche – habe glühende Wangen (ich hasse die Marke „Rotbäckchen“), bin vollkommen im unkommunikativen Modus und je nach dem wo ich bin, reiße ich mir die Kleider vom Leib, schleudere die Brille in die Ecke und trete am liebsten irgendwo dagegen. Und bin sch(w)eissnass am ganzen Körper.

Und das alles in weniger als zwei Minuten.

Noch Fragen?

 

Wechseljahre: Nebenwirkungen Schweiss-Ausbrüche – was kann Frau dagegen tun?

THESE No. 1 STRESS!

Beispiel mitten aus dem Leben:

Heute: Termin beim Orthopäden. Wichtig. Verlasse das Haus gen Bus-Haltestelle im Regen – aber egal, heute wollte ich das Leben-ohne-Auto in einer PKW-orientierten Gesellschaft mal positiv sehen.

Regen ohne Ende. Überdachte Bus-Haltestelle – cool.

Fahre mit dem ersten Bus in die Stadt – dort muss ich umsteigen und dafür ein Stück laufen. Im heftigen Regen. Schirm nutzte nix bei den Wind-Böen. Egal. So ist das eben. Während dem laufen von einer Bushalte zur anderen, muss ich feststellen, dass meine relativ neuen Schuhe wohl rechts undicht sind. Quatschnassen Strumpf und Fuß rechterseits in Kürze.

Umsteige-Bus kommt relativ pünktlich, Regen hört während der Fahrt so gut wie auf. Als ich aussteige, um wieder ungefähr 200 m zurück zu laufen zur orthopädischen Praxis, fängt es JUST IN DIESEM AUSSTEIGE-MOMENT an zu hageln. Zu schneien. Zu winden und zu stürmen. Achja, und natürlich eimerweise Regen. Bis ich beim Orthopäden war – keine Unterstell-Möglichkeiten irgendwo – war ich durchnässt von oben nach unten, von hinten und vorne, von quer nach überall. Ich gehe nur kurz in die Praxis und sage meinen Termin ab und kehre um zur nächsten Bushalte-Stelle Richtung heim.

An der Bushalte-Stelle Richtung heim muss ich 15 Minuten warten. Nee, 20. Bus kam zu spät. Ich stehe ganz hinten mit dem Rücken an der Wand der überdachten Bushalte-Stelle (was bei diesem Wind und meiner Durchnässtheit irgendwie auch nix mehr brachte)… jede Menge Autos die an mir vorbeibrausen, jede Menge LKW´s, irre Lautstärke und jeder LKW schenkt mir ein paar weitere gute Spritzer Nass wenn sie durch die langgezogene Pfütze vor der Haltestelle rasen. Ich kann mich gar nicht schützen, außer ich stelle mich neben die überdachte Bushalte. HA. HA. Mit dem Rücken zur Wand – genauso fühlte ich mich.

Und dann fährt auf der Zweitspur meine Nachbarin und Freundin an mir im Auto vorbei. Wohl gerade Feierabend und auf dem Weg nach Hause – wohl bemerkt: Nachbarin. Tür an Tür sozusagen.

(Hallo Pille! Liest Du das? Du konntest mich nicht sehen – ich war eins mit dem nassen Grau des schrecklichen Alltages).

Ganz ehrlich? Das war der Moment wo ich hätte heulen können. Hab ich nicht – MotzTrotz – ich komm klar im PKW-losen Leben in einer Gesellschaft wo alles nur… ach egal, hatten wir ja schon im letzten Eintrag…

Die positive Bilanz des heutigen Erlebnis-Tages? :

ICH HATTE WÄHREND DER GANZEN ORTHOPÄDISCHEN-SCHEISSWETTER-BUSAKTION KEINEN SCHWEISSAUSBRUCH! 

Der erste erst wieder, als ich relativ entspannt im Bus nach Hause saß. Na ist das nicht phantastisch!? WOHOHOOOOOUU! Ich hol mir jetzt jeden Tag Stress wie heute.

Merkt Euch das Ihr Frauen, Ihr seid selber schuld – schafft Euch (noch mehr) Stress an und Ihr seid die Schweiss-Ausbrüche-Hitze-Wallungs-Deprischeisse los.

Mit freundlichen Grüßen, Ihre Frau Taste

WAAAAAAAAAAAAAAAAAHAAAAAAAAAAAA!!!!!! FACKKACKPISSMISTFUCKKOTZEARSCH….sdlfkjlwekfj lyxdkopj ydlkjn!

Anm. der Wissenschafts-Redaktion: Die Autorin wurde nach diesem Eintrag mit heißem Alkohol ruhig gestellt.

3 Minuten

ich gehe OFFENSIV damit um. jede/r kriegt es zu hören, ob man will oder nicht. mirdochegal.

ich gehe humorvoll damit um – sagen zumindest einige VIEL JÜNGERE FREUNDINNEN! (und ich bin schuld, dass sie durch meine humorvolle, offensive art jetzt schon angst vor den wechseljahren haben… *hahaha* 🙂 🙂 🙂

fängt im bauch an – ein kribbeln. fast wie aufgeregt sein. aber negativ. ey, es isso, ich kann es nicht beeinflussen. ein kribbeln mit dem wissen, gleich passiert war. aufgeregt sein – negativ, von angst bestimmt und unsicherheit. GLEICH GEHT DIE HÖLLE LOS!

ES breitet sich im ganzen körper aus – nimmt beschlag von allem – hirn, arme, beine – krabbelt nach oben und dehnt sich aus nach unten – gänsehaut IM ganzen körper. angespanntheit total.

ich möchte um mich schlagen – weinen, laut SCHEISSE! brüllen – den busfahrer zwingen anzuhalten, rauslaufen, laut schreien – alle die mir zu nahe sitzen oder kommen werden GNADENLOS ABGSCHLACHTET! ICH HABE EIN MASCHINENGEWEHR IN DER HAND und pro kribbeln gibt es einen abzug – ich schwör!

dann kommt die hitze. der sch(w)eissausbruch der sich anbahnt. nimmt zuerst den kopf in beschlag – das gefühl einen roten ballon statt kopf zu haben, der zu platzen droht. das gefühl haben, alle können es sehen – knallrot – wie nach einem 1000meter lauf in sengender hitze – sieht man es? keine konzentration mehr möglich – AUCH NICHT AUF DEN BLUTIGSTEN KRIMI den ich gerade lese! unwohlsein. unfähig zu kommunizieren mit heißluftballon auf dem hals. trinken – wasser trinken – hilft. Hilft überhaupt nicht – lenkt aber ab.

raus – nur noch raus will ich hier. nicht mehr sein wollen. weg. von allem. durchhalten. durchhalten. aushalten. geht vorüber. ich hab da erfahrung. 🙄

dann der schweiß. zuerst im ballon-gesicht. nie geschwitzt – auch nicht beim sport. Und dann dieser warme schweiß der in tropfen vom ballon läuft – am ganzen körper ein einziger schweiß-film der hier abläuft auf meinem armen geschundenen noch so superduperjungen körper. arme, beine, bauch, rücken, nacken, gesicht – alles nass-schweiß-gebadet. es geht vorbei. gleich ist es vorüber. dauert doch nie lange. aushalten.

dann wird der schweiß kalt. fast schon angenehm. der ballon verliert an luft. Ist das schön wenn es vorbei ist. unter den achseln bleiben KEINE schweißränder im shirt – die hose klebt an den beinen – wische verstohlen mit einem tuch – wenn ich überhaupt eines dabei habe – über stirn und kopf und würde es am liebsten unter die schweißnassen achseln stopfen.

so. das wars. das wars! vorbei. bis zum nächsten mal. wann? kein plan. kommt wie ES will. ICH werd ja nicht gefragt.